Herren, Bezirksliga C

 

Deutliche Niederlage zum Jahresabschluss

 

Nein, für die Niederlage ist der Schiedsrichter nicht verantwortlich. Die lag an einem rabenschwarze Tag der gesamten Wallauer Mannschaft. Aber die Art und Weise, wie Herr Clemens W. aus Kriftel das Spiel leitete, war sehr grenzwertig und seine Entscheidungen sorgten auf beiden Seiten häufig für Unverständnis. Nicht nur, dass er mit seinem Stellungsspiel den Spielern beider Mannschaften häufig im Weg stand und Pass- und Laufwege behinderte, so waren auch seine Entscheidungen meist nicht nachvollziehbar. Bei normalen Abwehraktionen verhängte er 2-Minutenstrafen oder / und gab einen 7-Meter-Strafwurf. Trafen diese Aktionen Hals oder Gesicht blieb eine entsprechende Bestrafung aus. Lag ein Spieler danach angeschlagen auf der Spielfläche folgte kein Time-out und auch nicht die Erlaubnis für einen Betreuer das Spielfeld zu betreten, um sich um den Spieler zu kümmern. Auf Nachfrage erfolgte vielmehr die Antwort des Schiedsrichters: „Der steht doch gleich wieder auf.“ Besonders kurios ist es dann, wenn das Trainergespann mit einer 2-Minutenstrafe bedacht wird, als man sich darüber austauschte, dass man heute einen gebrauchten Tag erwischt habe und das Spiel komplett an einem vorbei läuft. Begründung des Schiedsrichters: „Die Aussage wäre gegen ihn gerichtet und es wäre seine Entscheidung, was er auf sich bezieht und was nicht.“

 

Wie schon erwähnt, die Gründe für die deutliche 21:29 Niederlage waren andere. Mangelnde Vorbereitung im Angriff und überhastete Abschlüsse. Statisches Spiel auf den Außenpositionen. Mangelnde Laufbereitschaft in der Rückwärtsbewegung. Nachlässige Abwehrarbeit und fehlende Absprachen der Übernahme einlaufender Gegenspieler. Zudem noch „lässig“ verworfene 7-Meter-Strafwürfe. Eben ein gebrauchter Tag in allen Mannschaftsteilen. Zwar fehlten mit Dominik Stingl, Christian Vogt und Tobias Arnold wichtige Spieler, doch waren die Gäste auch nur mit acht Spielern angereist. Die Gäste spielten routiniert ihren Part herunter und scheinen so etwas wie der „Angstgegner“ für das Wallauer Team zu sein. Auch in der letzten Saison musste man sich im Hinspiel nach einer katastrophalen Leistung mit 10 Toren Differenz geschlagen geben.

 

Trotz allem kann das Herrenteam mit dem bisherigen Saisonverlauf ganz zufrieden sein. Als älteste Mannschaft steht man mit 11:5 Punkten auf Platz 3 der Tabelle und war in den letzten 3 Jahren noch nie so gut in der Bezirksliga C platziert.

 

Es spielten: Oliver Huth, Cedric Haas; Wolfgang Schildt (1/1), Michael Schildt (2), Stefan Schildt, Christoph Hunck, Norbert Grochutek, Ben Hauzel (7/2), Patrick Schorn (7), Jens Pasternak, Patrick Höpp (4/1), Robin Schleunes

 

 

 

 

Spitzenspiel endet Unentschieden

 

Am Sonntagnachmittag trafen der aktuelle und bisher ungeschlagene Tabellenführer TSG Münster III und die Herrenmannschaft der HSG als Tabellenzweiter in der Ländcheshalle aufeinander. Nach 60 umkämpften Minuten trennten sich beide Teams mit 23:23.

 

Wallau startete hochmotiviert und agierte gut in der Abwehr mit einer 5:1-Formation, bei der Tobias Arnold auf der vorgezogenen Position immer wieder geschickt die Laufwege des starken Gästerückraum zustellte und so nicht wie gewohnt zur Entfaltung kommen ließ. Über 2:2, 4:4 und 6:6 blieb das Spiel bis zur 20. Minute ausgeglichen. Zwei überhastete Angriffsaktionen der Hausherren brachten den Gästen die Möglichkeit, sich mit zwei verwandelten Tempogegenstößen zum 6:8 abzusetzen. Diesen 2-Torevorsprung verteidigte der Tabellenführer bis zum 9:11 Halbzeitstand.

 

In der zweiten Halbzeit sollte es ein Kopf an Kopf Rennen werden. Zunächst glich man auf Wallauer Seite zum 11:11 aus, um postwendend durch Leichtsinnfehler im Angriff wieder mit 2-Toren in Rückstand zu geraten. Über 12:14 und 14:16 verteidigte die TSG Münster zunächst ihren Vorsprung. In den Reihen der HSG gab man aber nicht auf und kämpfte sich erneut zum 16:16 (47. Min.) heran. Münster nahm eine Auszeit, stellte seine Abwehr um und arbeitete in der Folge mit einer Manndeckung gegen Rückraum-Schütze Patrick Schorn. Diese Maßnahme sollte sich aber für die Gäste zunächst nicht auszahlen, denn Dominik Stingl nutze geschickt die sich bietenden Lücken im Münsterer Deckungsverband und erzielte zwei Tore in Folge zum 18:16. Doch auch Münster gab nicht auf, arbeitete wieder kompakter in der Abwehr und konnte zum 19:19 ausgleichen. Angetrieben vom nun immer stärker werdenden Dominik Stingl setzten sich die Hausherren erneut auf 22:20 ab. Münster nahm nun auch noch Dominik Stingl in Manndeckung, zudem musste man auf Wallauer Seite die letzten beiden Minuten in Unterzahl spielen. So gelang es den TSG-Spielern, 20 Sekunden vor Schluss zum 23:23 auszugleichen. Ein letzter Angriff blieb der HSG noch, doch konnte der Ball nicht mehr im gegnerischen Tor untergebracht werden.

 

Bei Betrachtung des gesamten Spielverlaufs durchaus ein gerechtes Ergebnis, in einem Spiel, dass trotz aller Rivalität einen fairen Verlauf hatte und der HSG W/M weiterhin Platz 2 in der Tabelle sichert. Einzig das auffällig ungleiche Verhältnis der 2-Minuten-Strafen (6:2), die oft auch zu einem 7-Meter-Strafwurf führten, trübt etwas aus Sicht der HSG, zumal selbst die Gästespieler ein ums andere Mal von der „harten“ Bestrafung des Schiedsrichters überrascht waren.

 

Nun stehen für die Herren drei Wochen Spielpause an, bevor es am Samstag, 16.12.2017, 18:30 Uhr, zum letzten Spiel in diesem Jahr kommt. Zu Gast in der Ländcheshalle ist dann die Mannschaft der HSG Seckbach / Eintracht II.

 

Es spielten: Cedric Haas, Oliver Huth,

Hans-Jürgen Schmidt; Dominik Stingl (6), Wolfgang Schildt, Tobias Arnold (3/1), Michael Schildt (3/2), Stefan Schildt (4), Norbert Grochutek, Ben Hauzel, Patrick Schorn (4), Patrick Höpp (2), Robin Schleunes, Max Höpp (1)

 

Auswärtserfolg nach schwachem Spiel

"Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss!“ Mit dieser Redensart kann man das Auswärtsspiel der Herren beim Aufsteiger HSG Sindlingen / Zeilsheim II zusammenfassen. Nach gutem Beginn und einer 4 Tore Führung ließ das Wallauer Spiel in der Folge stark nach. Beste Torwurfmöglichkeiten wurden ausgelassen, in der Rückwärtsbewegung lief man mehr neben den Gegenspielern her, statt ballorientiert zu agieren und nach dem Motto „Nimm du ihn, ich hab ihn sicher“ wurde in der Abwehr nur das Notwendigste gearbeitet, um den Gegner auf Distanz zu halten. Dies rächte sich, die junge Sindlinger Mannschaft holte Tor um Tor auf und lag zur Halbzeit mit 14:13 in Front.

In der Halbzeitpause wurden die Fehler angesprochen und man wollte das Spiel nun konzentrierter angehen. Dies gelang auch zunächst und führte zu einer 14:17 Führung. Wer nun dachte, dass sich das Wallauer Spiel gefestigt hätte und man in der Folge seine Routine ausspielen würde, sah sich getäuscht. Überhastete Torwurfabschlüsse, Pech mit etlichen Pfosten und Lattentreffern und erneut Nachlässigkeiten in der Abwehr, nutzten die Gastgeber immer wieder, um mit Tempogegenstößen oder einfachen Angriffsabläufen zum Erfolg zu kommen und in Schlaginstanz zu bleiben. So blieb es bis zum Ende eine enge Kiste und mit dem Schlusspfiff ein etwas glücklicher 27:26 Auswärtserfolg, der den Herren weiterhin Platz 2 in der Tabelle sichert.

Nun gilt: Mund abwischen und im Training an den Fehlern arbeiten, um selbstbewusst am kommenden Sonntag, 15:00 Uhr, Ländcheshalle, das Spitzenspiel gegen den Tabellenführer TSG Münster III angehen zu können.

Es spielten: Cedric Haas, Oliver Huth; Dominik Stingl (3), Wolfgang Schildt (2), Michael Schildt (1), Tobias Arnold (3), Christian Vogt (4), Ben Hauzel (4/2), Patrick Schorn (9), Jens Pasternak, Frank Raddatz, Patrick Höpp (1), Armin Hilzinger, Max Höpp

Heimsieg bringt vorübergehend die Tabellenspitze

 

Vor Beginn des Spiels gegen den Aufsteiger HSG Neuenhain / Altenhain II musste man die verletzungsbedingte Absage von Rückraum-Stratege Dominik Stingl verkraften. Dafür stand Tobias Arnold erstmalig in dieser Saison im Kader.

 

Man begann gut auf Wallauer Seite, hatte sich auf die offensive 5:1 Deckung des Gegners bestens eingestellt und zeigte in der 1. Halbzeit ein perfektes Spiel. Kompakt und aggressiv in der Abwehr, konzentriert und mit Spielfreude im Angriff! So zog man über 5:2, 10:4 und 15:6 bis zur Halbzeit auf 18:10 davon.

 

Auch in der 2. Halbzeit spielte man zunächst konsequent und druckvoll weiter und hielt die Gäste bis zum 23:14 (39. Min.) klar auf Distanz. So souverän wie man bis dahin gespielt hatte, so nachlässig agierte man nun plötzlich. In der Abwehr wurde nicht mehr konsequent verschoben, bei Torwürfen schaute man zu und verließ sich ganz auf Cedric Haas im Tor, der bis dahin ein klasse Spiel bot, nun aber allein gelassen wurde. Im Angriff suchte man zu unvorbereitet den Abschluss und wollte man mit dem Kopf durch die Wand. Tor um Tor kamen die Gäste heran. Beim Stand von 29:26 nahm das Trainergespann Stefan Ullrich und Jens Pasternak eine Auszeit und schwor die Mannschaft wieder auf ihre Stärke ein. In der Folge spielte man wieder konzentrierter und mit dem Schlusspfiff stand letztlich ein verdienter 34:29 zu Buche, der zumindest vorübergehend Platz 1 in der Tabelle bringt.

 

Es spielten:

Cedric Haas, Hans-Jürgen SchmidtTobias Arnold (2), Wolfgang Schildt (1), Michael Schildt (5), Christoph Hunck, Norbert Grochutek (1), Ben Hauzel (8), Patrick Schorn (10), Frank Raddatz, Patrick HÖPP (4), Robin Schleunes, Max Höpp (3)

 

 

 

Auswärtssieg festigt Platz in der oberen Tabellenhälfte

 

Erstmals in dieser Saison mit Ben Hauzel (zurück vom TuS Nordenstadt) und Christian Vogt, die auch gleich im Spiel ihre Qualitäten bewiesen, entspannte sich die personelle Situation in der Herrenmannschaft und bot gleichzeitig mehr Alternativen im Rückraum. Aber auch die gastgebende HSG MainHandball II, derzeit Tabellenletzter, hatte sich mit drei Spielern aus der spielfreien 1. Herrenmannschaft verstärkt.

 

Von Beginn an entwickelte sich ein enges Spiel, bei der sich zunächst keine Mannschaft absetzten konnte. Über 3:3 und 5:5 stand es in der 20: Minute 10:10. In der Folge spielte man zu unkonzentriert, suchte zu häufig das 1:1 und machte viele technische Fehler. Dies führte dazu, dass sich die HSG MainHandball auf 13:10 absetzen konnte. Nach einer Auszeit fing man sich in Wallauer Reihen, stand wieder kompakter in der Abwehr, agierte gut aus der zweiten Welle, spielte im Angriff wieder mit mehr Laufbereitschaft und konnte bis zum Halbzeitpfiff auf 15:14 verkürzen.

 

Auch mit Beginn der 2. Halbzeit blieb der Spielverlauf unverändert und bis zum 18:18 in der 40. Minute umkämpft. Nach einem nicht geahndeten Schlag ins Gesicht von Rückraum-Shooter Patrick Schorn musste dieser zunächst für einige Minuten hinaus, kam dann zurück und hatte mit drei Treffern in Folge großen Anteil daran, dass man sich über 21:18 bis auf 28:23 (51. Min.) von den Hausherren absetzen konnte.

 

Doch die Hausherren gaben nicht auf, profitierten von drei Wallauer Würfen an den Pfosten und kämpften sich mit drei Toren in Folge zum 26:28 ins Spiel zurück. Auf Wallauer Seite blieb man aber ruhig, spielte routiniert und setzte sich wieder auf 26:30 ab.Letztlich gelang den Hausherren nur noch der Anschlusstreffer zum 27:30.Abschließend gilt es noch zu erwähnen, dass Cedric Haas im Tor ein klasse Spiel machte. Er kam in der 20. Minuten für Olly Huth in den Kasten und parierte neben einem 7-Meter-Strafwurf noch einige freie Würfe der Hausherren.

 

Es spielten: Oliver Huth, Cedric Haas; Dominik Stingl (4), Wolfgang Schildt, Michael Schildt (3), Christian Vogt (7), Robin Schleunes, Ben Hauzel (6), Patrick Schorn (10), Frank Raddatz, Armin Hilzinger, Max Höpp

 

 

 

Auswärtssieg beim Aufstiegsaspiranten

 

Das Auswärtsspiel der Herren beim SV Fun-Ball Dortelweil stand nicht gerade unter den besten Vorzeichen. Zwar reiste man mit drei Torhütern an, musste aber auf einige Alternativen an Feldspielern aufgrund von beruflicher oder privater Verhinderung oder aber Verletzung verzichten. Die Hausherren scheiterten letzte Saison knapp an der Meisterschaft und dem Aufstieg und sterben dies in dieser Saison erneut an.

 

Es entwickelte sich von Anfang an ein enges Spiel. Zwar konnte sich die Mannschaft der HSG Mitte der ersten Halbzeit auf einen drei Tore Vorsprung absetzen, doch waren die Hausherren zur Halbzeit beim Stand von 13:14 wieder dran.

 

Auch in der zweiten Halbzeit ein unverändertes Bild: Die HSG lag zwar häufig mit 1 - 2 Toren in Front, doch entscheidend konnte man sich nicht von den Hausherren absetzen. So blieb es bis zur Schlussphase eng und wurde dann hektisch.

 

Beim Stand von 21:22, in der 59:50 Spielminute bekommt Dortelweil im Angriff einen Freiwurf zugesprochen. Christoph „Bürgi“ Hunck läuft beim Wurfversuch der Dortelweiler raus und erwischt den Werfer. Rote Karte (ohne Bericht) für Bürgi und 7m für Fun-Ball Dortelweil. Es waren nun noch 2 Sekunden auf der Spieluhr. Der Werfer von Dortelweil steht an der 7 Meter-Linie und der Schiedsrichter erklärt ihm, dass er die Uhr runterlaufen lassen und dann nach dem Abpfiff den 7-Meter ausführen kann. Der Schiedsrichter pfeift an, aber der Werfer wirft sofort links flach, ohne die Zeit runter laufen zu lassen. Wallaus Torwart Olly Huth liegt in der Ecke und pariert den Strafwurf. Wallau jubelt! Dortelweil nicht! Nun erklärt aber der Schiedsrichter, dass er den Strafwurf wiederholen lässt. Dortelweil ist verhalten euphorisch, auf Wallauer Seite weiß eigentlich keiner so recht, warum? Erneut tritt der Werfer an und wirft, der Ball geht aber über das Tor. Wallau jubelt erneut und jetzt endgültig! Fun-Ball ist erneut bedient...!

 

Rückraum-Shooter Patrick Schorn zum Spiel: „Es war über weite Strecken eine gute Abwehrleistung von uns. Dortelweil versuchte es teilweise mit einer dreifachen Manndeckung gegen unseren Rückraum, dabei haben wir einige Chancen liegen lassen. Mit einer Rumpftruppe haben wir dennoch ein achtbares Ergebnis gegen deutlich (!) jüngere Gastgeber erzielt.“

 

Abschließend bleibt noch zu erwähnen, dass Jens „Pasti“ Pasternak, mit grellgrünen Socken seine gute alte Form gezeigt hat und so mit seinen Sportsachen eins geworden ist, dass es nebensächlich war, die Hose falsch herum zu tragen. Bei seinem Treffer von Rückraum-Mitte, bei dem er Abwehr, Torwart und Mitspieler verladen hat, waren aber alle baff!

 

 

 

Es spielten: Oliver Huth, Hans-Jürgen Schmidt, Cedric Haas; Dominik Stingl (6), Wolfgang Schildt (1/1), Michael Schildt (2/1), Herbert Reusswig, Christoph Hunck (2),Max Höpp (2), Patrick Schorn (5), Jens Pasternak (4), Armin Hilzinger